Fränzi Weibel

# 18 Flügel

Neuenhof

Während meiner Schulzeit spielte ich gerne Unihockey, wo ich meist das Tor zu hüten hatte. Ich fuhr Velo und drehte im Winter meine Runden auf der Eisbahn, wie verbreitet üblich für Mädchen, mit weissen "Stiefelchen" mit Zacken.

Als die Lady Beavers gegründet wurden, stiess mein Vorhaben bei ihnen mitzuspielen zuerst auf Fels, der dann aber immer weicher wurde. Dank Kollegen war ich noch im ersten Winter mit dabei. Mein erster Eiskontakt mit Hockeyschlittschuhen war alles andere als standfest, ich hing mehr der Bande nach.

Ich habe von einem Tag auf den anderen den Verein gewechselt. Statt Musik zu machen, stieg ich fortan in die stinkende Ausrüstung. Es liegt mir, Dinge zu tun, die nicht unbedingt von mir erwarfet werden, und kurzfristig die Richtung zu ändern.

Nach dem Training oder dem Match die Kleider vom dampfenden Körper zu nehmen und heiss zu duschen finde ich einfach wunderbar.

Auf dem Eis bin ich ein "Flügel", der bisher noch nie für viele Worte im Matchbericht gesorgt hat. Ich versuche meine Künste mit dem Stock am Puck zu verbessern, damit sich dies ändert.

Nach meiner Lehre als Innendekorateurin begann ich im Sommer '98 meine Ausbildung zur Lehrerin für textiles und allgemeines Werken am Seminar in Brugg. Im Eishockey finde ich den Ausgleich dazu.

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