Olympische Ehren

Eishockey Marty/Marty für den Aargau in Turin

Mit der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Turin ging für Julia und Stefanie Marty im Februar ein Traum in Erfüllung. Und dies mit 18 Jahren.

Die Aargauer Hockey-Twins aus Nussbaumen gehören trotz ihrer Jugendlichkeit auch in der Schweizer Nationalmannschaft bereits zum festen Stamm. Für ihr Klubteam EV Zug gilt dies im besonderen Masse. Der EVZ verteidigte seinen Schweizer Meistertitel im Jahr 2005 erfolgreich. Im Final bezwangen die Innerschweizerinnen Qualifikationssieger Lugano mit 6:3. Massgeblichen Anteil am Erfolg hatten auch diesmal Julia und Stefanie Marty. Damit durfte das Team zum zweiten Mal am Europacup-Finalturnier der vier besten Klubteams teilnehmen.

Das Nationalteam war im vergangenen Jahr ebenfalls sehr erfolgreich und stieg bei der B-Weltmeisterschaft in Romanshorn wieder in die A-Gruppe der besten acht Nationen auf. Seit Jahren schon ist das Schweizer Team eine Liftmannschaft zwischen A- und B-Gruppe. Auf dem vom neuen Nationaltrainer René Kammerer eingeläuteten Generationenwechsel - die Hälfte des Kaders ist weniger als 22 Jahre alt - ruhen die Hoffnungen, dass die Olympischen Spiele zugleich der Beginn einer dauerhaften Zugehörigkeit zu den weltbesten Frauenteams bedeuten kann. «Der Vorteil der jungen Spielerinnen ist, dass sie von klein auf Eishockey gespielt und viele Jahre mit den Knaben in den gleichen Teams verbracht haben.» Stefanie und Julia Marty spielten noch im letzten Jahr zusätzlich zu ihren Auftritten mit dem EVZ bei den Novizen des EHC Wettingen-Baden.

Schweizer Meister Zugs Frauen gewinnen die Spiele auch dank den Toren der Aargauer Marty-Zwillinge