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Wettingen-Baden bleibt in der 1. Liga

Weil kein Klub aus der 2. Liga aufsteigen will, spielt Wettingen-Baden wohl auch nächste Saison in der höchsten Amateurliga.

Die Mighty Beavers von Wettingen-Baden können ihr letztes 1.-Liga-Spiel dieser Saison heute Abend in Thun gelassen angehen. Denn obwohl sie als Tabellenletzter der Abstiegsrunde in die 2. Liga tauchen müssten, ist ihnen auch im nächsten Winter ein Platz in der 1. Liga sicher.

Der Grund dafür ist so einfach wie bedenklich: Aus der 2. Liga will kein einziger Klub aus dem Einzugsgebiet aufsteigen. «Vielen ist der Aufwand in der 1. Liga zu gross», glaubt Andy Kreuzer, der Sportchef der Beavers. Ein Beispiel: In der 2. Liga sind 20 Matches zu spielen, in der 1. Liga in der gleichen Zeit deren 34. Erschwerend hinzu kommen die längeren Reisen zu Auswärtsspielen, höhere Kosten usw.

Junge mit Entwicklungspotenzial

Den Beavers können die mangelnden Ambitionen der Zweitligisten nur recht sein. Denn obwohl sich das Team als Aufsteiger in dieser Saison mit 15 Meisterschafts-Niederlagen in Serie als kaum 1.-Liga-tauglich erwiesen hat, zeigt sich Kreuzer für die Zukunft zuversichtlich: Erstens habe die junge Mannschaft (Durchschnittsalter: 20 Jahre) noch viel Entwicklungspotenzial, zweitens habe man auch bei Niederlagen wertvolle Erfahrungen sammeln können, und drittens bleibe das Gros des Teams zusammen.

Von den 20 Kaderspielern haben laut Kreuzer bislang nur zwei einen Abgang in Erwägung gezogen: Verteidiger Fabian Wassmer (will zurück zu Dielsdorf-Niederhasli) und Raphael Gäumann (Weiterbildung). Und wenn es dabei bleibe, dürfe man für die nächste Saison optimistisch sein. «Bei einer seriöseren Vorbereitung auf die Meisterschaft, liegt ein Platz im Mittelfeld der Tabelle durchaus drin», glaubt Kreuzer.

Hoffnungen liegen dabei nicht zuletzt beim neuen Trainer Kai Puonti. Seit der Finne, der bei den Beavers zuvor die Novizen und Junioren betreute, Ende Januar die 1. Mannschaft anstelle des glücklosen Thomas Studer übernommen hat, gehts wieder aufwärts. Ein Indiz dafür: Drei der fünf Spiele in der Abstiegsrunde vermochten die Aargauer zu gewinnen.

Ob das vorhandene Potenzial genügt, um in der 1. Liga künftig zu bestehen, bleibt indes fraglich. «Natürlich werden wir versuchen, noch die eine oder andere Verstärkung nach Wettingen zu lotsen», sagt Kreuzer. Hochkarätige Verpflichtungen lasse das Budget indes kaum zu. Immerhin ein Transfer ist bereits unter Dach und Fach. Vom 2.-Liga-Spitzenclub Worb kommt Goalie Reto Schnyder. (mz/mac/pbl)