Derby der Überraschungsteams

1.-Liga-Eishockey
Morgen treffen sich Wettingen-Baden und Aarau zum Aargauer Duell

Sowohl der EHC Aarau als auch die Beavers Wettingen-Baden sind überraschend gut aus den Startblöcken gekommen. Morgen steht im Tägerhard (20 Uhr) das erste Derby auf dem Programm.

marcel kuchta

Wer hätte das gedacht? Nach sechs Runden stehen sowohl die Beavers Wettingen-Baden (5.) als auch der EHC Aarau (8.) in der 1.-Liga-Tabelle überraschend gut da. Die Aarauer liessen zuletzt mit einem sensationellen 5:4-Heimsieg gegen das ungeschlagene Spitzenteam Wiki-Münsingen aufhorchen. Die Biber verloren zwar am Mittwoch das Heimspiel gegen Tabellennachbar Zunzgen-Sissach mit 1:2, weisen aber mit sieben Punkten aus sechs Spielen eine ausgezeichnete Bilanz auf.

«Es ist bis jetzt wirklich viel zu unseren Gunsten gelaufen», sagt Beavers-Stürmer Pascal Wittwer. Der 20-Jährige ist mit 8 Toren und 5 Assists bisher der beste Skorer der Ostaargauer und massgeblich am hervorragenden Saisonstart beteiligt. Doch nicht Exploits von einzelnen Spielern sind für das Hoch verantwortlich, vielmehr ist laut Wittwer der Zusammenhalt in der Mannschaft sehr gut. Und ausserdem leiste der finnische Trainer Kai Puonti «vorzügliche Arbeit».

Trotz dem intensiven und harten Sommertraining hätte sich jedoch auch Pascal Wittwer nicht einen derartigen Auftakt träumen lassen. «Ich dachte, es wird viel härter für uns. Letztes Jahr hatten wir eigentlich mehr Potenzial in der Mannschaft. Deshalb hatte ich gar kein gutes Gefühl», gibt er zu. Umso mehr hofft er, dass das Wettinger Hoch noch länger anhält. Doch das Beavers-Eigengewächs bleibt Realist: «Jetzt stehen die schwierigeren Gegner auf dem Programm. Gut möglich, dass wir auch mal eine schwächere Phase durchstehen müssen.»

Bei den Bibern hofft man jedenfalls, dass man nach dem Rückschlag gegen Zunzgen im Derby gegen den EHC Aarau wieder an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen kann – zumal man mit den Adlern noch eine Rechnung offen hat. Beide Aargauer Duelle gingen in der letzten Saison zugunsten der Hauptstädter aus. Das soll sich morgen, geht es nach dem Willen von Pascal Wittwer, aber ändern. Auch er selbst will seine Skorerqualitäten gegen den Rivalen aus dem Westen erneut unter Beweis stellen und somit weiter am Erreichen seines Traumziels arbeiten: dereinst mal in der Nationalliga B Eishockey spielen.