Mit Geknorze zu zwei Punkten

Erstliga-Eishockey Zuchwil Regio bezwingt Wettingen-Baden 4:2

Stefan Siegrist

Eine schwache Partie fand in Zuchwil Regio den korrekten Sieger. Das letzte Drittel brachte mit zwei hart erarbeiteten Toren die Entscheidung. Marco Graf stand bei sämtlichen Treffern auf dem Eis und war somit der Matchwinner.

Die Platzherren wollten den Tarif sofort bekannt geben. Ein schnelles Tor war das primäre Ziel, und es gelang - in der 6. Minute eröffnete Dino Altorfer im zweiten Versuch das Skore. Dies wirkte sich allerdings eher negativ auf Einstellung und Einsatz der Beutler-Boys aus. Denn die Gastgeber schalteten einen Gang herunter und liessen den Rivalen im Aufbau viel mehr Zeit. Die Gäste probierten dies zu nutzen, jedoch waren deren Offensivbemühungen zu durchsichtig und zu wenig vehement. Ein schwaches Startdrittel endete mit 1:0.

Wer im Mitteldrittel eine Steigerung des Heimteams erwartete, sah sich getäuscht. Mehrere Akteure machten einen unmotivierten, non-chalanten Eindruck. Zuchwil Regio durfte froh sein, dass das Gegenüber nicht stärker war. So brachten die Aargauer zum Beispiel nach 24 Minuten, als sie in doppelter Überzahl agieren durften, während zwei Minuten bloss einen einzigen Schuss zustande. Doch plötzlich kam trotz allem der Ausgleich: Wittwer luchste Beck die Scheibe ab, umkurvte Hässig wie eine Slalomstange und liess auch Croce gekonnt aussteigen.

«Doch das Schlussdrittel war gut»

Der Gleichstand erhöhte bei den Zuchwilern zwar wieder den Willen, aber auch die Verunsicherung war zurück, und mit ihr die miserable Chancenauswertung: «Wir waren in dieser Phase sehr labil und zu wenig konsequent. Die Disziplin, den Job auf dem Eis sauber zu erledingen, fehlte», resümierte Trainer Andreas Beutler die schwachen 30 Minuten seiner Farben. In der 38. Minute gingen die Aargauer sogar in Führung. Pascal Wittwer bediente Bruder Eric, welcher Croce zwischen den Schonern zum 1:2 bezwang. Der Vorsprung hielt aber nicht lange. Roman Wüthrich passte zum frei stehenden Graf, der Goalie Schnyder gekonnt ausnahm und zum 2:2-Pausenresultat einschob.

In den letzten 20 Minuten diktierten die Beutler-Schützlinge den Takt. Nach 48 Minuten war auch der Vorsprung wieder hergestellt: Marco Graf erzielte das dritte Tor der zweiten Zuchwiler Linie zum 3:2. Vier Minuten darauf traf Balen im Powerplay zur Vorentscheidung. Es blieb beim 4:2, einem erknorzten, aber doch verdienten Erfolg für Zuchwil. «Wir haben unter der Woche gut trainiert. Da wir nach der Startphase nur 1:0 führten, liefs plötzlich nicht mehr und es schlichen sich mehrere Undiszipliniertheiten ein. Danach holten wir den Gegner mit blöden Fehlern zurück. Doch das Schlussdrittel war gut», lautete das Fazit von Zuchwil-Trainer Beutler.