© Aargauer Zeitung / MLZ; 30.09.2004

Ligaerhalt hat oberste Priorität

EHC Wettingen-Baden Mit zehn neuen Spielern ins Abenteuer 1. Liga

Nach nur drei Jahren in der 2. Liga stieg Wettingen-Baden am Ende der letzten Saison in die 1. Liga auf. Den Stamm der Mannschaft bilden 10 eigene Junioren.

Da die letzte Saison mit einem sehr schmalen Kader von bloss 14 Feldspielern gespielt wurde und die beiden Routiniers Robin Bauer (Rücktritt) und Andre Thalmann (Transfer zu Illnau-Effretikon) in der neuen Saison fehlen werden, wurde das Team für die erste Saison in der höchsten Amateurliga mit nicht weniger als zehn neuen Spielern verstärkt. Die meisten davon sind allerdings noch jünger als der bereits beachtlich tiefe Altersdurchschnitt von 21 Jahren. Mit neu vier kompletten Linien hat die Mannschaft ein völlig anderes Gesicht erhalten. Folgende neue Spieler stehen bei Wettingen-Baden unter Vertrag: Jonas Käppeli (von Ajoie), Reto Weidmann, Alessandro Hoedl (beide Bülach), Fabian Wassmer (EVDN), Sven Furger (Wohlen), Silvan Bichsel (GCK Lions), Adam Bisenz (Winterthur), Csaba Dekany (Budapest), Raffael Gäumann (Aarau) und Christian Hermetschweiler (Fribourg).

Gute Leistungen in der Vorbereitung

Trainer Thomas Studer spricht davon, dass die Neuzuzüge zwar nicht die ganz grossen Namen hätten, dies aber gar nicht nötig war. «Es ist eine Mischung aus routinierten, erfahrenen Spielern und einigen ganz jungen, welche wir an die 1. Liga heranführen möchten. Viel wichtiger als Namen ist, dass neue Spieler charakterlich und menschlich in das bestehende Kader passen und dieses mit ihren gesammelten Erfahrungen einen Schritt weiterbringen können. Ich denke, dass uns dies sehr gut gelungen ist. Alle wurden und haben sich bestens integriert.»

Was kann man von einer so jungen Mannschaft in einer höheren Liga erwarten? Die Vorbereitung hat das gesteckte Ziel des Vereins - Ligaerhalt - als realistisch erscheinen lassen. Trotz der vielen Neulinge konnte die Mannschaft mit den Gegnern aus der 1. Liga mithalten (Siege gegen Aarau und Herisau, knappe Niederlage gegen Brandis).

Wie die Spieler auf die hohe Belastung durch die zahlreichen Wochentagsspiele und die damit verbundenen Reisen reagieren werden, muss sich erst noch zeigen. Auch das Sommertraining verlief aus Sicht von Trainer Studer zufriedenstellend. «Wir sind uns bewusst, dass wir vor einer grossen Aufgabe stehen, und wir werden als Team alles daran setzen, in der 1. Liga bestehen zu können.» (pd)