© Mittelland Zeitung; 11.09.2004

Baden Tabloid

Vor einem Wunschkonzert

Tägi Machbarkeitsstudie im nächsten Jahr

Die Zustimmung aller Parteien war, mit einigen Vorbehalten, unbestritten. Vor allem befürchteten die Parteisprecher, dass die Freizeit-Eisläufer künftig im Tägi keinen Platz mehr fänden. Mit dem bewilligten Kredit von 309 000 Franken soll unter anderem das zweite Eisfeld mit Baden ausgerüstet werden. Dann kann es als Hockey-Trainingsfeld benutzt werden.

Obwohl nicht eigentlich Teil des Kreditantrages, stiess die geplante Machbarkeitsstudie bei vielen Ratsmitgliedern auf viel mehr Interesse. «Wir wollen alle Möglichkeiten abklären», sagte Gemeinderat Röbi Picard. Der Gemeinderat beabsichtigt dem Parlament im Frühjahr einen Antrag für eine «Machbarkeitsstudie Tägi» zu unterbreiten. Wie andere Sprecher wollte auch Madeleine Bürgler (fdp) wissen, ob die Parteien auch ihre Vorschläge einreichen dürften: «Welche Vorstellungen hat der Gemeinderat über diese Machbarkeitsstudie?» «Wir nehmen alle Ideen mit Hand und Fuss», gab Picard zur Antwort. Und er öffnete den Fächer gleich selber. Ein Hotel, ein grösserer Saal, eine andere Parkierungsanlage, eine S-Bahn-Haltestelle oder eine neue Halle stehen unter anderem zur Diskussion. Mit der Studie soll abgeklärt werden, welche Dienstleistungen die Gemeinde der Bevölkerung ab zirka 2011 im Tägi zur Verfügung stellen will. Dabei geht es nicht nur um die Wettinger, sondern um die Bevölkerung der Region. Picard gab aber zu bedenken, dass das Tägi in einer Grundwasserschutzzone liegt: «Das gibt gewisse Einschränkungen.»

Marianne Weber (Forum 5430) gab zu bedenken, dass eine Machbarkeitsstudie dann auch finanzielle Folgen nach sich ziehen werde. «Ich wünsche mir Entscheidungsgrundlagen mit besseren Informationen» (Patricia Schibli, Forum 5430). Unter anderem sollten sie Vergleichszahlen und Folgekosten enthalten, um sie besser beurteilen zu können. (dm)