| Sommertraining |
| Die Disharmonie, die wir aus
der Eissaison mitnahmen, brachte gewisse Startschwierigkeiten für das Sommertraining. Wir
hatten Gespräche im Team, mit dem Trainer und mit den Zuständigen des Vereins. Es wurde
klar, dass einige die Mannschaft zum Saisonende verlassen würden. Wir hatten eine kurze trainingsfreie Zeit, in der wir uns individuell fit hielten. Die ersten Sommertrainings wurden von Mägge geleitet. Wir trainierten in der Turnhalle der Bez. Wettingen und in der Turnhalle Höchi in Dättwil. Ende Mai verliess uns dann noch unser Trainer. Mit eigenem Einsatz und Durchhaltevermögen versuchten wir selbst die Trainings zu organisieren, was uns nur teilweise gelang, weil wir nicht alle am selben Strick zogen, weil auch niemand genau wusste, wer überhaupt noch mitmacht und wer nicht.Trotzdem haben sich einige bemüht, ein interessantes und abwechslungsreiches Training zu gestalten. Da wir nicht mehr sehr zahlreich waren und das Programm selber zusammenstellten, haben wir Training und Vergnügen vereint, so zum Beispiel, als wir um den Klingnauer Stausee geskatet sind. Nach einigen, auf Sparflamme laufenden Trainings ging es dann aber wieder richtig zur Sache: Anfangs Juni, praktisch von einem Tag auf den anderen waren wir wieder Trainern unterstellt, richtig: Zwei neue, alte (!) Trainer! Franco Beffa und Luciano Moricchi, die allerersten Trainer der Lady Beavers waren zurück. Dies bekamen wir fortan in den wöchentlich zweimaligen Zusammenkünften zu spüren . Plötzlich war wieder alles vorbereitet. Parcours um Parcours haben wir unsere Kondition und Kraft gesteigert. Wir konnten uns untereinander nur noch an den verschiedenen Schweisstropfen und dem Geruch nach unterscheiden. Wir haben wirklich alles gegeben, so auch beim beliebten Unihockey, welches jeweils die schönsten blauen Flecken hinterlässt... Die Aufstockung der Trainerzahl konnten wir während dem Spiel an denTheorieeinschüben bemerken. Immer wieder wurden wir unterbrochen, um über Fehler zu sprechen, um Regeln erklärt zu bekommen und um Vor- und Nachteile verschiedener Spielzüge zu diskutieren. Wir konnten Fragen stellen und auf logische Antworten hoffen. Während und nach den Sommertrainings hatten wir Gelegenheit auch die Neuzugänge und die Bisherigen besser kennenzulernen. Schliesslich sind wir praktisch eine neue Mannschaft geworden, und das Durchschnittsalter ist um einige Jahre gesunken. An diese neuen Umstände mussten sich einige zuerst gewöhnen. Auch daran, dass den Meisten von uns die Trainer noch fremd waren, und dass wir immer wieder dachten:"das hämmer aber amigs andersch gmacht...". Wir mussten uns auch zuerst in ihre Denkweise und in die Gestaltung der Trainings einleben. Bis zu den Sommerferien hatten wir alles wieder im Lot. Doch dann kam die nächste Wind-, oder besser gesagt Ferien-oder Motivationsflaute. Da einige von uns die letzten fünfwöchigen Sommerferien vor dem Einstieg in die Arbeitswelt geniessen konnten, haben sie diese auch in vollen Zügen ausgenützt und fehlten gleich Woche um Woche. So schrumpfte unser Trainingskader wie die Alpengletscher - mathematisch gesehen blieb nicht mehr viel übrig, wenn man von wenig noch einige abzieht, und so waren wir dann bei einer Nullrunde angelangt und trainierten vorerst während den Ferien wieder individuell. In den sieben Vorsaison-Eistrainings lag der Schwerpunkt bei der Grundschule des Eishockeys, doch die erste Schwierigkeit lag jeweils schon darin, den Wecker richtig zu stellen, denn freiwillig klingelt der nicht schon vor sechs Uhr früh an einem Sonntag. Dafür war es in der Halle noch einige Grad kühler und wir hatten klare Sichtverhältnisse. |